Umbau und Ladenbau

Firmenzentrale Bandagist Heindl

Die Firmenzentrale des Familienunternehmens Bandagist Heindl befindet sich in Linz - Urfahr in der Sonnensteinstraße. Dieses Sanitätshaus und Techn. Gesundheitszentrum gilt mit seinen 650 m² Ausstellungs- und Verkaufsfläche, 120 m² Trainings- und Seminarräumen, sowie eigener Innovations- und Rollstuhlwerkstatt, als eines der modernsten Häuser seiner Art in Europa. Im Jahr 2009 wurde das Therapiezentrum von den Innenarchitekten des Team M neu geplant und von Banadagist Heindl selbst ausgeführt. 2010 folgte die Neuge- staltung des Eingangsbereiches und der Ausstellungsräumlichkeiten.

Ursprünglich wurde der Höhenunterschied zwischen Straße und Geschäft durch Stufen im Innenraum überwunden. In ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen mussten den Treppenlift benutzen, was nicht nur umständliche, sondern auch eine personalintensive Lösung war. Nun ermöglicht eine gegenläufige Rampe im Außenbereich den barrierefreien Zugang. Die Ausführung in Glas und Niro entspricht einer modernen, einladenden Architektursprache. Der Geschäftseingang wurde angehoben und die Fassade punktuell ausgebessert. Im Innenbereich wurden die Stufen und mehrere Wände abgebrochen. Dies bedeutete zwar eine erhebliche Erschwerung des Brandschutzes und erforderte die Integrierung von schweren Brandschutztüren, aber dadurch vergrößerte sich die Verkaufsfläche und das Geschäft präsentiert sich durch einen großzügigen, offenen Empfangsbereich.

Linker Hand trennt ein Verkaufspult mit Trinkbrunnen einen Wartebereich ab. Rechter Hand befindet sich ein langes Verkaufs- und Kassenpult, das auch die Telefonzentrale und den Infopoint beherbergt. Der notwendige Stauraum für die Patientenkarteien, sowie ein Waschbecken befinden sich dezent im Rücken des Kassenbereichs.

Die Palette der angebotenen Hilfsmittel und Heilbehelfe ist reichhaltig und beinhaltet Krankenpflegeprodukte, elektromedizinische Geräte, Gesundheits- und Wohlfühlprodukte. Ein umfangreiches Sortiment bedarf nicht nur eines entsprechenden Stauraums, sondern diese Fülle an Angebot erfordert eine möglichst reduzierte Präsentation. Zur Verminderung der visuellen Eindrücke sind die Regale und Fronten in Weiß und mit vertikalem Fugenbild gestaltet. Der Inkontinenz-Bereich ist zur Wahrung der Intimsphäre von außen nicht einsehbar. Im Orthopädiebereich wird das Schuhsortiment präsentiert und bieten zwei Kojen Platz zur Anprobe von Schuheinlagen und Kompressionsbeinstrümpfe. Zur Präsentation und zum Ausprobieren der Hilfen für Bad und WC (Badewannenlift, Wannensitz, Duschbrett, Haltegriffe) wurde im Ausstellungsbereich eine Badezimmersituation geschaffen. Weiter hinten befindet sich die Werkstatt für Sitzschalenbau, wo auch Rollstühle angepasst werden.

Die Auseinandersetzung mit dieser Entwurfsaufgabe und dem Bauherr hat uns in eindrucksvoller Weise aufgezeigt, wie ausgedehnt man unser beider Credo sehen muss: Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, gerade Sie also.

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Menschen am Wort
Näher hing'schaut
Team M plant gewohnt mit Verständnis um die Bedürfnisse von Bauherr und Benutzer
"Wie war der Entwurfsprozess?"
Ing. David Miesenberger

Er zeichnet sich verantwortlich für Entwurf und Interior Design. Eine optimale Planung sowohl für Kunden, als auch für das Personal stand selbstverständlich im Vordergrund. Für die Mitarbeiter konnten Blickachsen frei gespielt werden, die das Überblicken der Verkaufsfläche ermöglichen und den Bedarf der Kunden schnell erfassen lassen.  Die Verringerung der visuellen Eindrücke ist verkaufstechnisch relevant und wirkt einer Überreizung des Personals entgegen, welches sich mehrstündig in den Räumlichkeiten aufhält. 


Die Palette der angebotenen Produkte ist überdurchschnittlich reichhaltig für ein Geschäftslokal und bedarf eines entsprechenden Stauraums, der bei dieser Art von Produkten bestmöglich in den Verkaufsraum integriert sein soll. Die reduzierte Präsentation wird durch Regale und Fronten in Weiß und mit vertikalem Fugenbild erzielt. Materialien die zum Einsatz kamen sind neben Holz und Glas, auch Highmax. Die Einbaumöbel werden durch Quinze-Möbel und die Sitzbank Plasma von Globezero4 ergänzt und runden das optische Erscheinungsbild ab.

ein krönender Abschluss

Die Fotos von Violetta Wakolbinger setzen die fertige Filiale ins richtige Licht. Die Bauherren sind glücklich und wir freuen uns über das publikationsfähige Projekt! So findet sich die Firmenzentrale in diversen Architekturdatenbanken und selbstverständlich in unserer Haus eigenen Publikation - dem Werkbericht 38/2011. Blättern Sie durch und finden Sie weitere realisierte Projekte, die Ihnen gefallen...

Sehenswertes