mit Neubau Sporthalle

Musikschule Gallneukirchen

Seit 1978 war die Landesmusikschule Gallneukirchen provisorisch in den Räumlichkeiten der Volksschule untergebracht. Aufgrund der ständig steigenden Schüler/innenzahlen und der schlechten räumlichen Bedingungen war der Neubau der Landesmusikschule seit den 80er Jahren unabdingbar.

Mit dem Erwerbs der "Bellak Gründe" fiel der Startschuss für die konkreten Planungen auf diesem Grundstück. Die Team M Architekten konnten hier in ihrer Kompetenz bei Entwurf, Einreichplanung und künstlerischer Oberleitung überzeugen. Die Ausführung- und Detailplanung übernahm Hr. Arch. Nötzberger. Den geladenen Wettbewerb zu Kunst am Bau konnte der Gallneukircher Künstler Christoph Raffetseder mit seiner Gestaltung des Vorplatzes und des Stiegenaufganges der Sporthalle für sich entscheiden.


Der Neubau der Landesmusikschule und der Turnhalle für die Hauptschule wurde an einer speziellen städtebaulichen Situation errichtet, nämlich an der Schnittstelle zwischen dem östlich liegenden Schulzentrum und Hallenbad und einem relativ dicht mit frei stehenden Wohnhäusern bebauten Wohngebiet.

Das Bebauungskonzept sieht im Nordosten die Errichtung einer etwa 1.000 m² umfassenden Turnhalle in barrierefreiem Anschluss zur Hauptschule 2 vor. Die Erreichbarkeit vom südöstlich an das Projekt anschließenden Fußweg und ein externer Zugang für Vereine sind geschaffen.

Der Musikschultrakt positioniert sich im rechten Winkel dazu und tritt viergeschossig in Erscheinung. Dabei ist durch die äußere Gestaltung eine Trennung zwischen einem eingeschossigen Gebäudesockel und einem darüber liegenden und schmaler ausgeformten Unterrichtstrakt der Musikschule ausformuliert.

Die Fuge zwischen Hallenbad und Musikschule bzw. Turnhalle ist als öffentlicher Bewegungsraum gestaltet auf den sich die Hauptfassade der Musikschule orientiert. Dadurch kann die Raumqualität als angemessener Kommunikations- und Begegnungsraum zwischen Musikschule und den Bewohnern der Stadt genutzt werden.

Die Zufahrt zu den gedeckten Parkplätzen unter der Turnhalle ist an der Grundgrenze zum benachbarten Wohnhaus angeordnet. Zwei Nebeneingänge – einer unmittelbar von der Straßenseite und einer von den Parkplätzen her – ermöglichen ein offenes, von den Menschen belebtes Haus. Die Verflechtung der Bewegungsströme passiert vor den Veranstaltungssälen, wo auch Informations- und Wartezonen, sowie Möglichkeiten für Gastronomie und Garderoben eingerichtet sind.

Auch in diesem Projekt ist es uns wieder gelungen, dass die Architektur die Ideale der Landesmusikschulen erfassbar und erlebbar macht.

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